Du bist wie wir, bist unser Freund, das sagen wir dir hier!

Maya - in memoriam

Text: Andrea Lange

P.S. Dieses Gedicht darf gern verlinkt werden. Ich bitte aber darum, nicht gegen das in Deutschland bestehende Urheberrecht zu verstossen und mich in Verbindung mit diesen Versen als Autor zu nennen!

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Für Maya Ein süßer Hund sitzt niedlich fein im Tierheim schon sehr lang. Ihm fehlt sein linkes Vorderbein, doch das macht ihn nicht bang! Laufen kann er wirklich gut und springen, das geht auch! Nur weil er so lang im Tierheim sitzt, bekommt er einen Bauch... So viele Tiere sind hier noch und wenig Zeit für jeden. Ein richtiges Zuhause, ja, das müsst´s für jeden geben... Besucher kommen jeden Tag und suchen sich ein Tier. Der kleine Hund freut sich gar sehr, springt hoch und wedelt "ich bin hier!" "So nimm mich mit, ich bin ganz lieb!" bellt das Hundetier zu jedem Mensch, der vor ihm steht, doch immer blieb er hier. Besucher kommen jeden Tag und holen sich ein Hündchen. Stolz tragen sie ihn auf dem Arm "Ist der nicht süß! Er heißt jetzt Pünktchen!" Doch kein Mensch wollt´ unser kleines Tier "warum denn nur? bin ich zu klein?" Das Hündchen weint und winselt sehr "ich möchte auch gern niedlich sein!" Mann sagt zu ihm "dich nimmt man nie, denn du bist anders als normal" Anders? das verstand er nicht. Und was war denn normal? Der dumme Mensch, der sagt zu ihm: "du bist nicht schön, so ohne Bein. Sieh dir die and´ren Hunde an, die, ja die sind wirklich fein!" Auch das verstand der Kleine nicht. Die and´ren waren doch wie er! Sie rannten, bellten, wedelten... und all das tat auch er! Sie alle hatten weiches Fell und auch seines war ganz weich. Sie schnüffelten und spielten viel und auch das war gleich! Er glaubte nicht, was man da sprach, er war ein ganz normaler Hund! Vielleicht ein bisschen langsamer. Das war´s dann auch. Na und? Die anderen Hunde wundern sich und schütteln mit dem Kopf. "Ein Mensch, der nur das Äußere sieht, "der ist ein armer Tropf." "Du bist wie wir, bist unser Freund, das sagen wir dir hier!" Die Hunde sprachen wahr, oh ja! "Egal, ob drei, ob vier..." Und an einem schönen Sonnentag kommt ein junger Mensch zum Heim. "Nimm mich mit!" bellt´s Hundetier, und so sollte´s dann auch sein: Der Mensch sagt: "so ein feiner Hund, den nehm ich mit nach Haus!" Der kleine Hund, der glaubt es kaum, kommt er hier wirklich raus? Ins Auto rein, es geht ganz schnell und wirklich ist es nun soweit: der Hund fährt mit dem Menschen heim! Vorbei ist seine Einsamkeit! Unendlich viele Liebe nun bekommt das kleine Tier. Mit allem, was er geben kann, bedankt er sich dafür! Für immer nun bleibt unser Hund seinem Menschen treu. Das Beinchen, das dem Kleinen fehlt, macht den schlauen Mensch nicht scheu! Andrea Lange für Maya